Ein ungarischer Hirtenhund erzählt Geschichten
Ich, Igáz vom Mühlenfeld
Ich heiße Igáz. Ich wurde am 17. September 1997 geboren
und werde jetzt schon 1 Jahr alt - also schon fast ein bisschen erwachsen -
oder? Übrigens, mein Name kommt aus dem ungarischen und heißt der Wirkliche,
der Wahrhaftige und ich bin auch so einer sagt Frauchen immer; ich bin
wirklich und wahrhaftig immer zur Stelle - egal ob gerade jemand Zeit hat
oder auch nicht. Ach so, beinah hätte ich vergessen Euch zu sagen, dass ich
ein Kuvasz-Rüde bin, aber das könnt Ihr Euch bei den Bildern sicherlich
schon denken; aber ich bin ja so aufgeregt, es geht ja schließlich um mich!
Schaut mal, hier bin ich 7 Wochen alt.
Ja, ein bisschen möchte ich Euch auch über mein Rudel und
über meinen Vater erzählen, den solltet Ihr kennen: Bando vom Mühlenfeld,
das ist ein Kerl, leider hat er bei einem Unfall ein Auge verloren aber er
ist sooo stark. Hier könnt Ihr meinen Vater bewundern, wie sein Mensch und
er es noch gar nicht fassen können auf einer Spezial-Ausstellung für
ungarische Hirtenhunde den Wanderpokal erhalten zu haben. Aber ich habe Euch
ja gesagt, mein Papa ist Spitze.
Zuhause lebe ich im Rudel mit meiner Mama, mit Oma ( der
Mutter von meinem Vater), deren Tochter, der Enkelin, zwei Ur-Enkeln und
meinem starken Freund Nagyperkáti Bicskás Nagyúr - puh was für ein
unaussprechlicher Name, gut, dass meine Menschen meist nur Nagyúr sagen. -
Aber was soll man machen, mein bester Kumpel kommt direkt aus Ungarn und
außerdem hat er manchmal ein bisschen mehr zu sagen, er ist ja auch doppelt
so alt wie ich. Davon erzähle ich Euch ein andermal mehr. Sehr oft kommen
auch andere Hunde zu uns zu Besuch zum Beispiel meine Schwester Izgatá, die
Ihr auf dem nächsten Bild rechts vor mir seht, oder Cora, die eigentlich
einmal Báfrá hieß und hier links voll ins Bild läuft. Ja und da ist auch
noch Dunjá, diese schwarze Puli-Hündin die aussieht wie ein Wischmopp,
ständig auf dem Rücken liegt und bitte-bitte mit den Pfoten macht, ein
richtiger Kobold eben und wie ich immer im Mittelpunkt. Ja, die zwei Pudel
Jessika und Danny sind mit ihren Menschen auch sehr oft mit dabei wenn wir
auf Ausstellung fahren.
Vor solch einer Ausstellung muss ich mich natürlich erst
einmal stärken wie hier in Buchholz. Meine Schwester und die anderen scheint
das gar nichts anzugehen, die drehen dich einfach rum. Aber ich weiß schon,
dass man nur Champignon werden kann, wenn man groß und kräftig ist.
Ausstellungen sind sowieso prima - was man da so an Hunden
und Menschen trifft, einfach toll. Au ja, Aufregung gibt es dabei auch
manchmal, so wie hier in Buchholz beispielsweise, als plötzlich Jessika
verschwunden war und alle diese niedliche Pudeldame suchten, bis - ja bis
endlich Herr Schmidt, eine Spur von Jessika aufnahm und Frauchen sie
wieder liebevoll zu sich nehmen konnte. Aber eigentlich geht es sehr ruhig
zu auf solchen Hundeausstellungen. Manchmal für meinen Geschmack schon zu
ruhig. Da ist doch so ein Nachzucht-Treffen, das meine Menschen veranstalten
viel mehr nach meinem Geschmack. Da geht man erst einmal ein Stück spazieren
bis alle Zwei- und Vierbeiner zur Ruhe gekommen sind und dann werd ich schon
ganz aufgeregt, denn ich weiß ganz genau, dann kommt der große Augenblick,
dann heißt es Leinen los - dann können wir nach Herzenslust toben.
Ja, auf so einem Treffen kommen auch immer Hunde, die man
leider auf keiner Ausstellung sieht. Bei manchen verstehe ich das ja, die
haben mehrere hundert Kilometer zu fahren und mögen im Gegensatz zu mir
Autofahren überhaupt nicht. Aber- nicht nur bei Hunden aus meiner
Verwandtschaft ist das so: Da war ich jetzt vor kurzem in Berlin - tolle
Sache, die Ausstellung war auf dem neuen Gelände der Familie Speckmann, die
weder Kosten noch Mühe gescheut hatte kurzfristig den neuen Hundeplatz in
Betrieb zu nehmen und, was soll ich Euch sagen, so gefreut hatte ich mich
darauf die Berliner Hunde kennen zulernen, doch wenn man dann mal
nachfragte, entweder waren die "Berliner Pflanzen" nicht aus Berlin oder
gerade erst da hingezogen - keiner kannte sich aus - kann denn so etwas
sein, bei einer Ausstellung, die vor der eigenen Haustür stattfindet?- Oder
habe ich einen vergessen zu fragen?- Es war ja auch so heiß, selbst meinem
Frauchen ist die Sonne auch nicht bekommen - aber wie sagen die Berliner:
Speckmann Wetter". Aber, ich will ja nicht ungerecht sein, ich frag mal nach
bei meinen Kumpels, die auch mitwaren, vielleicht haben die ja jemanden vom
LV Berlin gesehen - tatsächlich, 3 Berliner haben sich doch sehen lassen. -
Manchmal doch gut wenn man nicht alleine auf Ausstellung fährt.
Wir waren ja schließlich zu 6: ich,
Cora, Nagyúr, und 4 Pulis (Jule, Dunja und die zwei Winzlinge Lesett und
Leany die waren da erst 7 Wochen aber neugierig - fast so wie ich).
Doch jetzt Schluss der langen Rede für heute reich's, ich geh jetzt noch ein bisschen mit den Babys spielen - wie heißen die nur, wenn das die Kinder von meiner Cousine sind Ur-Cousinen oder vielleicht Groß-Cousinen nein, das kann ja nun nicht sein, ich bin viel größer. - Egal spielen kann man mit denen trotzdem und anschließend geh ich baden.
Dann bis zum nächsten Mal. Ihr könnt
Euch auch mal bei meinen Menschen melden, die machen gern für mich
Telefondienst- oder schreibt mir, natürlich auch an deren Adresse.
Manuela Mengel
Mühlenfeldstr.6
34454 Bad Arolsen
Tel. 05691/7835 Fax 05691/91799
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